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Stanwell Pfeife - Abgesang auf eine Ikone

Der Werbespot aus den 1980 – Jahren bleibt unvergessen und unterstreicht die Symbolhaftigkeit der ehemals großen Pfeifenmarke Stanwell.

Feuer Pfeife Stanwell.

Noch heute in aller Munde und auf YouTube nachzusehen. Die Siebziger und achtziger Jahre sind geprägt gewesen von großen Pfeifenrauchern. Zur gleichen Zeit fing der 9mm Filter an, sich durchzusetzen. Doch darum geht es hier nicht.

Wir schauen zurück: Vauen in Deutschland erblickte 1848 das Licht der Welt, dann folgte der irische Hersteller Peterson 1865 (dazwischen lag die Gründung von Pfeifen Huber in München, 1863). Italien ließ nicht lange auf sich warten und gesellte sich 1873 dazu. Die berühmteste Marke wurde in England 1893 geboren: Dunhill, The White Spot. Es folgten geburtenschwache Jahrgänge, bis 1942 Dänemark Anspruch auf einen Podiumsplatz erhob: Stanwell

In Zeiten des Zweiten Weltkriegs erschuf Poul Nielsen diese feine Marke, welche anfangs Pfeifen aus Buchenholz herstellte, in Ermangelung von Bruyere.

Richtig Fahrt aufgenommen hat die Marke in den Sechziger Jahren, das kleine Dänemark avancierte zum größten Pfeifenraucherland.

Danish Design ist heute ein fester Begriff und wurde erschaffen und in die Welt getragen von Stanwell aus dem beschaulichen Borup, knapp eine Autostunde entfernt von Kopenhagen gelegen. Geprägt worden ist der Stil jedoch von einigen der renommiertesten Pfeifenmachern Dänemarks, allen voran Sixten Ivarsson.

Dieser Mann unterstütze über Jahre die Fertigung mit seinen eigenen Modellen und sorgte damit für einen unverkennbaren, einzigartigen Stil des Hauses. Legendär sind Modelle wie die 11, 15 und 95. Man beachte: Diese Shapes gehören noch heute, 50 Jahre später, zu den begehrtesten Modellen des Hauses und führen die Verkaufszahlen an. Geschickt wusste Stanwell die Kreativität der dänischen Pfeifenmacher zu nutzen. Über Jahrzehnte begleiteten große Namen wie Tom Eltang und Poul Winslow, um nur zwei zu nennen, das dänische Haus. Eine der letzten großen Erfolge ist die „Dänische Inseln“ Serie gewesen, eingeführt Anfang 2000. Schauen Sie einmal in Ihre Sammlung: Vielleicht entdecken Sie eine der 4 kompakten Modelle bei sich. Benannt nach den dänischen Inseln: Fanö, Fyn, Bornholm und Seeland.

Stanwell stand für bestes Preis–Leistungs-Verhältnis und genoss höchste Ehren bei Rauchern und Sammlern. Doch das wurde den Dänen zum Verhängnis. Schon lange Zeit vor dem Aus in Borup produzierte das Unternehmen nicht kostendeckend. Hinzu kam eine weltweit nachlassende Nachfrage. Zwei der tragenden Säulen verließen Stanwell in den Ruhestand: Arne Dehli, der versierte Techniker und Jens Lillel und der Geschäftsführer. Auf die beiden Urgesteine folgte Jörgen Grundvig, der zu retten versuchte was zu retten war. Doch vergebens. 2009 schlossen die Pforten im beschaulichen Borup für immer. Der Pfeifenraucher Himmel weinte. Doch die Marke wurde nicht aufgegeben. Heute wird in Italien produziert, die Modellpalette wurde weitgehend übernommen, wie auch die Ausführungen. Aus „Made in Denmark“ wurde „Danish Design“. Die Marke begann auszubluten. Schmerzhaft ist klar geworden, wie wichtig die Unterstützung der großen Pfeifenmacher gewesen ist. Die neuen Modelle haben es allesamt nicht geschafft Spuren zu hinterlassen. Einen Sixton Ivarsson sucht man vergebens.

Jens Meyer

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